Dienstag, 24. Januar 2017

Don't call him a doll

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja über die Ausstellung Blutige Romantik aus dem Jahr 2013 im MHM in Dresden berichtet.
Einen ganz kleinen Teil der Ausstellung habe ich mir für heute aufgespart.
Im Grunde nichts Großes.
Da es sich aber um einen sehr speziellen Teil des Figurenhobbys handelt, möchte ich Euch diesen heute auch separiert vorstellen.
Die meisten von Euch kennen Actionfiguren noch aus der Kindheit. Im Grunde hat Barbie irgendwo dieses Genre begründet. Manche behaupten ja, dass Ken die erste Actionfigur war, weil er eben Action mit Barbie machte…
Ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt.
Schämt Euch.
Ins Blickfeld der männlichen Bevölkerung kam die Actionfigur zu Beginn der 60er Jahre mit der ersten vollbeweglichen Actionfigur: G.I. Joe kam im Jahr 1964 auf die Welt.
Nebenbei bemerkt ein toller Jahrgang.
Der beste sozusagen.
Ein weiterer Meilenstein war Big Jim von Mattel, der dann 1970 auf den Markt kam, und sicherlich auch die Star Wars Figuren der Firma Kenner/Hasbro, deren erste Generation schon kurz nach Erscheinen des ersten Films zwischen 1977 und 1985 erschien.
Jüngere Leser werden dann auch noch die Action Man Figuren, Transformers oder die Masters of the Universe (He-Man und Skeletor) kennen.
Obwohl diese Figuren anfänglich als Spielzeugfiguren definiert waren, entwickelten sie sich sehr bald zu Sammlerobjekten.
Die Firma Dragon Models bringt heute z.B. detailgetreue Soldaten Actionfiguren im Maßstab 1:6 raus, die dann auch nicht mehr Kinder, sondern bewusst Erwachsene als Zielgruppe ansprechen.
Wie das aber so häufig bei Hobbies ist, hat sich die Beschäftigung mit diesen Actionfiguren auch geändert, ich würde sagen, sogar definitiv weiterentwickelt.
1. Frankreich: Sappeur der Gardegrenadiere

Im Hobby hat sich ein eigener Sammlerbereich entwickelt, der – gerade wenn es um historische Actionfiguren geht – sich nicht allein auf das Kaufen und Sammeln solcher Miniaturen beschränkt, sondern vielmehr diese Figuren auch verbessern und realistischer gestalten will.
Die beiden hierfür am häufigsten benutzten Zauberworte sind Kitbashing und Customizing.
Was heißt das??
Kitbashing (engl. Kit (Zubehör), bash (schlagen) ) bedeutet im Grunde die vorhandene Originalfigur mit entsprechendem Zubehör zu verändern und zu verbessern.
Dabei werden nicht nur Zubehörteile wie Kleidung etc. verändert, auch die Figur selbst, wird oftmals neu gestaltet. So werden z.B. die Köpfe häufig getauscht.
Das Customizing geht jetzt noch einen Schritt weiter. Die Figur wird hierbei nochmals „angepasst“ (customized), verändert: Hier werden vor allem selbstgefertigte Zubehörteile eingesetzt – selbstgeschneiderte, maßstäbliche Kleidung; selbstmodellierte Köpfe etc. - , und diese Teile z.B. auch noch „gealtert“, also als gebraucht dargestellt (weathering).
So bekommen Kleidungsstücke einen „used look“ – ich vergleiche das immer gerne mit stonewashed Jeans – , werden dadurch also realistischer.
Es gibt diese Figuren übrigens für die meisten Epochen.
Allerdings sind die Themen Zweiter Weltkrieg und Napoleonische Epoche, wie es auch nicht anders zu erwarten war, Topseller.
2. Frankreich: Sergeant der Gardegrenadiere

Neuerdings sind aber auch Figuren mit modernen Soldaten sehr beliebt.
Interessanter Weise kann man also einen ganz anderen Trend feststellen als in den 60er und 70er Jahren, wo bedingt durch den Vietnamkrieg, die G.I. Joe Serie einen Adventure Charakter bekam, der Hersteller sich also bewusst vom Kriegsthema abwendete.
Da hat sich das gesellschaftliche Denken definitiv verändert.
Im letzten Jahr kamen 1:6 Figuren sogar aus einem ganz anderen Grund in die Presse, und wurden somit auch einem größeren Publikum bekannt.
Der chinesische Spielzeughersteller DID hatte nämlich ohne Genehmigung einem Wehrmachtssoldaten in 1:6 die unverkennbaren Gesichtszüge von Bastian Schweinsteiger verpasst. Die Figur sieht tatsächlich aus wie ein 3D Druck des Fußballprofis.
Natürlich ging Schweinsteiger dagegen vor. Die Firma, die Ihre Figur dann auch noch Bastian nannte, leugnete natürlich jeden Zusammenhang.
Unfassbar.
Das Thema der Collectibles Figuren ist in Deutschland aufgrund rechtlicher Vorschriften zudem noch als problematisch zu bezeichnen.
Natürlich gibt es für diese Figuren alle möglichen Zubehörteile, für Wehrmachtssoldaten bzw. Figuren des Dritten Reiches natürlich auch alle Hoheitsabzeichen.
Natürlich sind Sammler solcher Figuren immer um Authentizität bemüht, will man doch die Figur auch realistisch, als Modell eben, darstellen.
Das heißt wiederum, dass Sammler auch die genauen gesetzlichen Vorschriften beachten müssen, und auch sollten, wenn sie sich mit diesem Hobby näher beschäftigen wollen.
Ein oberflächliches Umgehen mit der Thematik bringt keinem etwas. Weder dem Sammler, noch dem Hobby als solches.
Action Figuren der napoleonischen Epoche unterliegen dieser Problematik nicht, und deshalb freut es mich in diesem Beitrag die Figuren von Marius Niemietz zeigen zu können, die 2013 in der Ausstellung in Dresden gezeigt wurden.
3. Frankreich: Grenadier des 3. (holländischen) Regiments

Es handelte sich um 20 Figuren, die hier ausgestellt waren.
Alles Figuren, die von Herrn Niemietz nach der oben beschriebenen Art nochmals überarbeitet worden waren.
Eine Figur (Frankreich, „Toter Kürassier) war dabei ziemlich speziell. Hier ein Bild aus dem Katalog.

(Blutige Romantik. Ausstellungskatalog S. 230)

Die Figuren wirken so realistisch, dass ich ihnen eben diesen kleinen, speziellen Artikel widmen wollte.

4. Frankreich: Kesselpauker der Mamelucken

Bisher hatte ich nämlich zu solchen Figuren keinen Zugang gefunden; wenn man aber die Arbeiten von Herrn Niemietz sieht, und sich den Satz einfach wiederholt DON’T CALL HIM A DOLL (ES IST KEINE PUPPE), dann könnte man schon schwach werden.
Definitiv kein Spielzeug, kein Püppchen, sondern ein Modell, das den Look napoleonischer Soldaten en miniature einfach realistisch wiedergibt, weil ja auch die gleichen Materialien verwendet werden, wie im Original. Es ist dann halt auch Stoff und Leder, und nicht nur etwas „bemaltes“.
Man bekommt sozusagen eine Anfassqualität, die man als normaler Miniaturensammler und -maler, der sich auf Zinn- oder Plastik spezialisiert hat, eben nicht erfährt.
Der Voltigeursergeant bzw. der französische Grenadier wirken schon sehr realistisch. Meine beiden persönlichen Highlights.
5. Frankreich, Grenadier der Linie

6. Frankreich, Sergeant der Voltigeure

Na und seid doch mal ehrlich. Der englische Wachsoldat im Mantel .. da spürt man doch förmlich die Kälte
17. Großbritannien, Soldat vom Inniskilling Regiment

Ein wirklich interessanter Teilaspekt des großen Figurenhobbys. Eine Nische in der Nische, aber wenn die Arbeiten so professionell daher kommen, wie die von Herrn Niemietz auch „museumsreif“. Was sie dann ja auch bewiesen haben.

7. Frankreich, Kürassier

8. Polen, Grenadier

9. Frankreich, Kaiser Napoleon in Uniform der Gardejäger zu Pferd (VIVE L’EMPEREUR)

10. Sachsen, Offizier vom Kürassierregiment von Zastrow

11. Bayern, Offizier der Cheveaulegers

12. Preußen, Leibhusar

13. Preußen, Unteroffizier der Linieninfanterie

14. Österreich, Offizier der Kürassiere

15. Russland, Kosak

16. Russland, Kürassier im Mantel

18. Großbritannien, Soldat vom 42nd Regiment Black Watch

19. Großbritannien, Feldwebel 95th Regiment


Wer jetzt einmal weiterstöbern möchte.
Hier der Link zu einem der größeren deutschen Online Händler.

Zum Abschluss noch eine kleine Erklärung zum Titel dieses Berichtes.
Der Spruch "Don't call him a doll" stammt von Donald Levine, dem "Vater" der G.I. Joe Actionfigur. Er benutzte diesen Ausspruch, um seine Figur definitiv von Puppen abzugrenzen. In den 60er Jahren hielt man dies noch für notwendig, denn damals war es einfach noch undenkbar, dass Jungs mit Puppen spielen könnten.
Tja. Zeiten ändern sich.



In my last post I had reported about the exhibition Bloody Romanticism from the year 2013 in the MHM in Dresden.
A very small part of the exhibition I have reserved for today.
Most of you know action figures from childhood. Basically, Barbie has somewhere founded this genre. Some claim that Ken was the first action figure because he was doing some action with Barbie ...
A rogue, who now thinks evil.
Shame on you.
In the eyes of the male population, the first action figure came to life with G.I. Joe, born 1964.
The first fully mobile action figure.
A further milestone was Big Jim from Mattel, who then came onto the market in 1970, and certainly also the Star Wars figures of Kenner / Hasbro. The first generation of that figures appeared shortly after the first film in 1977.
Younger readers will also know the Action Man characters, Transformers or the Masters of the Universe (He-Man and Skeletor).
Although these figures were initially defined as toy figures, they soon developed into collectors' objects.
Today, the company Dragon Models released for example detailed soldiers on the scale 1: 6. No longer children, but consciously adults appeal as a target group.
As is often the case with hobbies, the employment with these action figures has also changed.
In the hobby, an own collector's area has developed, which - especially when it comes to historical action figures - is not confined to buying and collecting such miniatures.
No; the collectors want to improve and make these figures more realistic.
The two most commonly used magic words are kitbashing and customizing.
What does that mean??
Kitbashing means basicallyto change and improve the existing original figure with appropriate accessories.
Not only accessories such as clothing etc. are changed, but the figure itself is often redesigned. For example, the heads are frequently exchanged.
Customizing now goes one step further. The figure is here again "customized", changed:
Here, above all, self-made accessories are used: Self-made, scaled clothing, self-modeled heads, etc., and these parts are "aged".
So clothes get a "used look" (weathering) - I always compare this with stonewashed jeans - .
They become more realistic.
1:6 figures are released for every historical period.
However, the periods of the Second World War and the Napoleonic era are - as was to be expected -top sellers.
However, figures with modern soldiers are also very popular.
Interestingly enough, one can see a completely different trend than in the 1960s and 1970s, where, due to the Vietnam War, the G.I. Joe series got an adventure character. Because of the war the manufacturer consciously turned away from the war topic.
Social thinking has definitely changed.
Last year, 1: 6 figures came to the focus in Germany for a very different reason, and so they became known to a wider audience.
The Chinese toy manufacturer DID had copied the unmistakable facial features of Bastian Schweinsteiger on a 1: 6 figure without a permit. The figure actually looks like a 3D print of the football professional.
Of course, Schweinsteiger complained against it. The company denied, of course, any connection.
O.K. The figure is also called Bastian.
Incomprehensible.
The topic of the Collectibles figures is also to be described as problematic in Germany because of legal regulations.
Of course you can get all sorts of accessories for these figures, as well as all the badges for military soldiers or figures of the Third Reich.
Most of the collectors of such figures always strive for authenticity.
But the wish for authenticity can collide with the law in Germany.
A superficial handling with the subject matter does not bother anyone. Neither the collector, nor the hobby as such.
In Germany the use of national socialst symbols is forbidden and criminal. Bear this in mind, if you want to collect and show such miniatures.
Action figures from the Napoleonic era are not subject to this problem, so I am delighted to be able to present the figures of Marius Niemietz, which were shown in the exhibition in Dresden in 2013.
It consisted of 20 figures, which were exhibited here.
All the figures, which had been reworked by Mr. Niemietz in the manner described above.
One of the figures (France, "Dead Cuirassier) was very special. Here the picture from the catalog.
The figures look so realistic that I wanted to devote them this little, special article.
So far I had not found access to such figures.
But the work of Mr. Niemietz impressed me.
Definitely not a toy, not a doll, but a model that simply reflects the look of Napoleonic soldiers in miniature. Thesame materials are used as in the original: Fabric, metal and leather, and not just something "painted".
You get, so to speak, a touch quality.
The Voltigeur sergeant or the French grenadier already have a very realistic effect. My two personal highlights.
Well, and be honest. The English guard in the greatcoat ... you can feel the cold
A really interesting part of the great figure hobby. A niche in the niche, but when the work come as professionally as that of Mr. Niemietz also worth for a museum.
And now the figures:


1. France: Sappeur of the Grenadiers of the Guard
2. France: Sergeant of the Grenadiers of the Guard
3. France: Grenadier of the 3rd (Dutch) regiment
4. France: Mamluk drummer
5. France: Grenadier of the line
6. France: Sergeant of the Voltigeurs
7. France: Cuirassier
8. Poland: Grenadier
9. France: Emperor Napoleon in the colours of the Guard Chasseurs (VIVE L'EMPEREUR)
10. Saxony: Officer of the cuirassier Regiment of Zastrow
11. Bavaria: Officer of the Chevaulegers
12. Prussia: Leibhusar
13. Prussia: Non-commissioned officer of the line infantry
14. Austria: Officer of the Cuirassiers
15. Russia: Cossack
16. Russia: Cuirassier in the coat
17. Great Britain: Soldier of the Inniskilling Regiment
18. Great Britain: Soldier from the 42nd Regiment Blackwatch
19. Great Britain: Sergeant 95th Regiment

If you are now interested in such figures, have a look here.
Here is the link to one of the larger German online retailers.
Http://www.actionfiguren-shop.com/

Finally, a small statement on the title of this report.
The saying "Do not call him a doll" comes from Donald Levine, the "father" of the G.I. Joe action figure. He used this term to delineate his figure definitely from dolls. In the 1960s this was still necessary, because it was simply unthinkable that boys play with dolls.

Samstag, 21. Januar 2017

Blutige Romantik - Eine Ausstellung aus 2013

Heute möchte ich Euch die Bilder einer Ausstellung zeigen, die mittlerweile doch schon mehr als drei Jahre zurückliegt.
Im Oktober 20123 hatten Jens, Heiko, Ralf und ich dem MHM in Dresden unseren Antrittsbesuch abgestattet.
Just zu diesem Zeitpunkt war in Dresden eine Sonderausstellung, die sich dem Thema der Befreiungskriege widmete.
Die Ausstellung hieß „Blutige Romantik“ und war in zwei Teile unterteilt: Im ersten Teil wurden verschiedene Exponate zum Thema „200 Jahre Befreiungskriege“ gezeigt, während der zweite Teil den schönen Titel trug:
„Zinnsoldaten bluten nicht – Die napoleonischen Kriege en miniature“.


Als Geschichtsreisender lernt man ja wirklich zu. Das musste ich jetzt bei der Sichtung der Bilder feststellen.
Zum einen besitze ich mittlerweile eine bessere Kamera, zum anderen weiß ich, wie ich Sachen entsprechend aufnehmen muss, um sie auch später in einen vernünftigen Kontext zu stellen.
Heisst: Die Bilder und die Bilderauswahl könnte besser und umfangreicher sein.
Ich möchte Euch dennoch einen kleinen Überblick über die Ausstellung verschaffen.
Anlass für mich diesen Bericht hier zu schreiben, war, dass ich mir mittlerweile den Ausstellungskatalog zur damaligen Ausstellung gekauft habe, weil ich eben mit meiner eigenen Fotodukumentation nicht so zufrieden bin.
Der Katalog war sogar relativ günstig in seinem schönen Schuber, und mit über 600 Seiten auch definitiv nicht zu verachten.


(Beispielseite aus dem 1. Band, S. 322 f. Thema Reenacter)


Sollte diese Ausgabe vergriffen sein, so kann man die beiden Bände auch einzeln, leider etwas teurer, bestellen:
So gibt es einen Band mit den Essays,

und einen weiteren Band, der dann den eigentlichen Katalog umfasst.


Vielleicht macht ja den ein oder anderen mein Bericht neugierig. Vielleicht habt Ihr damals die Ausstellung verpasst ODER man war eben da, hat aber den Katalog nicht gekauft.
Das kann man ja dann nachholen.
Wenn man dem MHM eins lassen muss, dann ist das die Art, wie solche Sonderausstellungen hier in Szene gesetzt werden.
Es werden immer die unterschiedlichsten Aspekte dargestellt. Anhand verschiedenster Medien und Exponate.
Aber auch Ausleuchtung und die dadurch erzeugte Stimmung im Ausstellungsbereich ist überragend.
Nur ein Beispiel: In der Sonderausstellung gab es z.B. eine Vitrine, die Uniformen und Uniformteile von Reenactern zeigte. Hier wurde anhand eines oftmals fälschlicherweise belächelten Hobbys, die Möglichkeiten moderner experimenteller Geschichtswissenschaft gezeigt. Die „Marengo Schuhe“ zeigten ziemlich deutlich wie sich so ein napoleonischer Soldat gefühlt haben muss.

Als man die Ausstellung betrat, wurde man zwar von einem Gedicht Theodor Körners begrüßt,


was ja auch irgendwie logisch ist, wenn man sich in Deutschland mit den Befreiungskriegen auseinandersetzt, aber mich als Fan begeisterten natürlich ganz andere, großflächig ins Szene gesetzte Bilder.
VIVE L'EMPEREUR
Natürlich war er da mein heißgeliebter Kaiser. So wie wir ihn lieben. Hoch zu Ross und im Krönungsornat.



Auf Bildern umjubelt. Begeistert von seinen Truppen umringt.

(Nachfolgend: Detaille, La Victoire est a nous)



(Schubauer, Napoleon begrüsst sächsische Kürassiere)


VIVE L'EMPEREUR
Als Miniaturfigur umgeben von seiner Garde. Die verschiedenen Truppenteile um ihn herum arrangiert.



VIVE L'EMPEREUR
Sehr viele Bilder waren Teil dieser Sonderausstellung,
(Gefecht bei Reichenbach-Markersdorf, um 1820))

(Kossak, Der Übergang über die Beresina, 1929)
(Detaille, Eroberung einer pr. Flagge durch die 4. Dragoner)
(Detaille, Angriff der Kürassiere 1812)

aber natürlich auch Waffen, Uniformen, Kopfbedeckungen verschiedener Truppen, verschiedener Nationen.
Rechts Grenadiermütze für Mannschaften russ. Regiment Pawlowski

(Österreichischer Kürass, Tschapka österr. Ulanenregiment Nr. 2, Österr. Kürassierhelm für Offiziere)


(Zur Front: Garde du Corps Bayern 1814;Tschako Königr. Württemberg 1812/14)

(Chevaulegers Frankreich 1812; Carabiniers Frankreich 1810; Tschako IR 3, Frankreich 1810; Helm 2E et 3E Porte Aigle, Adlerwache 1812-14)
(Dolman Sachsen 1813; Dolman Sachsen 1813)

(Uniformmuster und Chapeau eines französischen Kapitäns IR 7)

(Im Vordergrund Uniform des Friedrich August Petervon Colomb 1775-1854/ Streifkorps)
(Fragment eines Guidon (Standarte) eines unbekannten berittenen Truppenteils)

(Patronentasche eines Ordonanzoffiziers vom Stab Berthiers)

Aber auch speziellere Sachen, die nicht jeder Laie kennt: So wie hier verschiedenes Werkzeug eines Artilleristen, wie Zirkel, Luntentaschen oder auch den Fingerling, der den Finger schützen sollte, wenn das Zündloch beim Säubern des Rohres abgedeckt werden musste.

Ein herrliches Bild.
Die fliehende englische Kavallerie und Artillerie am Morgen nach der Schlacht von Waterloo, die siegreich für die Franzosen …
VIVE L'EMPEREUR …

äähhhhh....

Entschuldigung.
Die fliehende englische Kavallerie und Artillerie am Morgen nach der Schlacht von Quatre Bras.

So muss es ja leider heißen.
Pah.
VIVE L'EMPEREUR
Na und er, der EMPEREUR.
NATÜRLICH,
an der Spitze der Truppen.

Nun denn.
Man weiß.
Nicht alles stimmt auf Bildern.
Natürlich dürfen Sachsen und  Preußen in einer solchen Ausstellung nicht fehlen.

(Nachfolgend: Rudolf Trache, Sächsische Pioniere unter General Reynier nach dem Übergang über den Bug am 1.10.1812)

(Nachfolgend: Schlacht bei Großbeeren. Episode aus dem Einsatz des sächsischen VII. Korps)



Genauso wenig wie die bekannten Gemälde zu den Befreiungskriegen.
Die Lützower Jäger, aber auch der Wald von Caspar David Friedrich.


Beate Klompmaker hat die Stimmung des Gemäldes soviel besser eingefangen als ich in meinem Bild. Deshalb möchte ich es an dieser Stelle wiedergeben.
Genauso hat es gewirkt:



Was ich an solchen Ausstellungen einfach liebe, ist halt bestimmte Uniformstücke auch mal im Original zu sehen. Neben den ganzen bunten, farbenfrohen napoleonischen Uniformen, finde ich es allerdings auch immer wieder toll, einmal etwas vermeintlich schlichteres, wie diesen Radmantel der Dragoner sehen zu können. Es handelt sich um einen Mantel, der von Mannschaften des 28. Dragonerregiments getragen wurde.

Der Pelz eines bayrischen Husarenregimentes (1. oder 2.).

Hier Tschako, Weste und Pelzjacke von Marbot, dem Kommandeur des 7. Husarenregiments.
Des einzigen Husarenregiments, das bei Waterloo kämpfte, in der Kavalleriedivision von Jacquinot, zu dem ich ja einen ganz speziellen persönlichen Bezug habe, kenne ich doch eine seiner Nachfahren persönlich.

VIVE L'EMPEREUR
Aber auch die zivile Amtstracht des Gouverneurs Borghese hat etwas.

Kürassieruniform von 1813. 3. Kürassierregiment

Aquarell zum Tod des Marschalls Lannes.

Weiter ging es mit verschiedenen Exponaten: Ein französischer Tschako von 1810, Reiterpistole des Lützower Jägers Eduard Gottlieb Kulenkamp.


Hier die Reenacter Uniformen.

Mit Hilfe von Computern konnte man gewisse Themen noch vertiefen. Nachfolgend ein paar Uniformdarstellungen, vom Bildschirm abfotografiert.







Aber auch moderne Ansätze des Gedenkens wurden thematisiert.



VIVE L'EMPEREUR
Zum Abschluss noch ein paar Bilder zu der Zinnfigurenausstellung.
 Ägypten
 Eylau
 Rückzug aus Moskau



 Preußen und Russen
 Möckern

 Pioniere
 Attacke
Waterloo
 Häuserkampf
 Ägyptenfeldzug
 Lützower
 Preußen
 Artillerie


 Train
 Stab

Wen ich jetzt durch die Bilder neugierig gemacht habe, der wird im Katalog viel mehr finden, als das was ich hier gezeigt habe.
Ich denke aber, als kleiner Appetithappen war das ja jetzt schon einmal ein Anfang.
Ein klitzekleiner Beitrag wird dann aber noch folgen. Lasst Euch überraschen.
Bis bald.




Today I would like to show you the pictures of an exhibition that has been going on for more than three years.
In October 2013, Jens, Heiko, Ralf and myself, visited theMHM in Dresden.
Just at this time, there was a special exhibition dedicated to the „German Wars of Liberation“ (Befreiungskriege) in Dresden.
The exhibition was called "Bloody Romanticism" and was divided into two parts: In the first part, various exhibits on the theme "200 years Befreiungskriege" were shown, while the second part bore the beautiful title:
"Tin soldiers do not bleed - The Napoleonic wars en miniature".
As a history traveler, one really learns. I had to notice this now in the view of the pictures.
The pictures and the picture selection could be better and more extensive.
I would like to give you a small overview of the exhibition.
The reason for writing this report today is, that I have now bought the exhibition catalog, because I am just not satisfied with my own photo-documentation.
The catalog was even relatively cheap in its beautiful slipcase, and with over 600 pages also definitely not to despise.
https://www.amazon.de/Blutige-Romantik-Befreiungskriege-Katalog-Schuber/dp/3954980371/ref=pd_cp_14_1?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=Z2S12V8QHBPMBRP85E48
If this edition is out of print, you can also order the two volumes individually, unfortunately a bit more expensive:
So there is a volume with the essays,
https://www.amazon.de/Blutige-Romantik-Jahre-Befreiungskriege-Essays/dp/3954980355/ref=pd_bxgy_14_img_2?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=PR1XV12M4Z2AJAG6AR3Q

and another volume, which shows various stuff from the exhibition..


The MHM does really a great job presenting such special exhibitions.
The most varied aspects are always presented.
From various media and exhibits.
But also lighting and the generated mood in the exhibition area are allways outstanding.
Just one example: There was a showcase showing different uniforms of reenacters. Here, also the possibilities of modern experimental historical science were shown. The "Marengo shoes" showed quite clearly the problems napoleonic soldiers have to face on a muddy battlefield.
When you entered the exhibition, you were greeted by a poem by Theodor Körner, which is also somehow logical when you talk about the liberation wars in Germany.
But of course, I am enthusiastic about a completely different picture.
VIVE L'EMPEREUR
Of course there was my hot-beloved Emperor. Just as we love him. High on horseback and in his coronation outfit.
In pictures cheered and surrounded by his enthusiastic troops.
VIVE L'EMPEREUR
Here a miniature figure of the emperor himself surrounded by his guard. The various units arranged around him.
VIVE L'EMPEREUR
Many paintings were part of this special exhibition, but of course also weapons, uniforms, hats and helmets of different troops, different nations.
But also more specific things, which not everyone is familiar with: such as various tools of an artillery, such as circles, lanyards, or the finger-protection, which should protect the finger when the ignition hole had to be covered when cleaning the gun.
A magnificent picture.
The fleeing English cavalry and artillery on the morning after the Battle of Waterloo, victorious for the French ...
VIVE L'EMPEREUR ...

Ähhhhh ....

Sorry.
The fleeing English cavalry and artillery in the morning after the Battle of Quatre Bras.
So it has to be called. Unfortunately.
Pah.
VIVE L'EMPEREUR
And he, the EMPEREUR.
NATURALLY,
At the head of the troops.
Well then.
One knows.
Not everything is true on pictures.
Of course Saxonia and Prussia can not be missed in such an exhibition.
Just as the well-known paintings on the liberation wars.
The „Lützower Jäger“, but also „Der Wald“ (the forest) of Caspar David Friedrich.
Beate Klompmaker captured the mood of the painting so much better than I did in my picture.
This is how it has worked:



What I love at such exhibitions is to see so many original uniforms, or part of uniforms.
In addition to all the colorful Napoleonic uniforms, I’m always happy, to see also standard uniform items, for example the greatcoat of the dragoons. It is a coat worn by men of the 28th Dragoon Regiment.
The fur of a Bavarian hussar regiment (1st or 2nd).
Here shako, vest and fur jacket of Marbot, the commander of the 7th Hussars Regiment.
The only hussar regiment, which fought at Waterloo, as part of the division of Jacquinot, to whom I have a very special personal connection. I know one of his descendants personally.
VIVE L'EMPEREUR
But also the civilian coat of Governor Borghese is worth to mention.
Cuirassier uniform of 1813.
Watercolor on the death of Marshal Lannes.
The exhibition continued with various exhibits: a French shako from 1810, riders pistol of the Lützower Jäger Eduard Gottlieb Kulenkamp.
Here the Reenacter uniforms.
With the help of computers you could deepen certain topics. Below are a few uniforms, photographed from the screen.
But modern approaches to remembrance were also addressed.
VIVE L'EMPEREUR
Finally, a few pictures of the tin figure exhibition.
Whom I have now curious about the pictures, you will find in the catalog much more than what I have shown here.
A very small contribution will follow. Let yourself be surprised.
Bye for now.