Sonntag, 3. Januar 2016

Cut out models - Bastelbögen der besseren Art

Ein frohes Neues Jahr – Happy new year



Today I will show you some of my favorite cardboard buildings. There are some fantastic sets, which come from Usborne and from Dover Publications.
The following cut out models you can use perfectly for 1/72 figures:

1) Viking Settlement
2) Greek Temple
3) Roman Villa
4) Middle Age Cathedrale,  Village, city and norman castle
5) Medieval Castle
6) Medieval Port

The Trojan horse is also usefull for 28 mm figures.

For 15 mm figures the roman fort and the western fort.

In my opinion the Krak de Chevaliers is compatible to 10 mm figures. You can combine it with figures of Pendraken, Kallistra or Magister militum.

The two models of Dover Publications‘ Cut&Assemble series are a little bit different to those of Usborne. They don’t come with a groundplate like the Usborne kits. But the buildings have the same quaility and they work fine with 1/72 scale models.

You can find the aroundmass of the buildings resp. of groundplates in the text.

Some examples:

Trojan horse – 33 cm high and 67 cm long.
Wall of the roman fort – 4 cm high
Towers of the norman caste-  20,5cm high
Houses in the medieval village or city up to – 9,5 cm
Cathedral – 25 cm
Tower of Loire castle – 22 cm

The price of the kits is fantastic. Just around 6 –8 pounds. The prints are very good. The cardboard is stiff enough to get solid buildings.
Give them a try, albeit you don’t like such houses. You will get a cheap modell and it is very usefull in combination with the figures.


Also you can see some pictures of 1/72 warriors with buildings of the Usborne Kit Viking Settlement.
I have arranged them not in a professional way, but I think you will see that they match really good with the figures and the 1/72 scale.

The buildings are only scattered on the tabletop. Just give them a groundplate with some fencings, walls and so on, and the look will be really great.











To say it in two words: Buy recommendation.


Have fun in the new modelmaking year 2016.


Ich hatte ja schon vor ein paar Monaten ziemlich begeistert über ein paar Produkte der Firma Usborne geschrieben.
Nur zur kurzen Erinnerung. Bei Usborne handelt es sich um einen britischen Verlag, der im Jahr 1973 von Peter Usborne gegründet wurde, und der sich auf die Produktion und den Vertrieb von Kinderbüchern spezialisiert hat. Dabei hat der Verlag schon immer Bücher im Programm, die auch die Kreativität von Kindern fördern sollen. Also ist das Thema Basteln und Bauen schon immer up to date.
In meinem letzten Bericht ging es um die Spiele aus der Reihe Sehen-Lesen-Spielen, Produkte aus den 70er Jahren, die man aber auch noch heute immer wieder einmal über die relevanten Seiten wie Ebay, Amazon oder Booklooker gebraucht beziehen kann.
Heute möchte ich etwas über eine andere Serie schreiben. Über die sogenannten Cut Out Models, also Papierbastelbögen, dieser Firma, die sich wiederum mit historischen Themen beschäftigen.
Jetzt kann ich bei einigen von Euch vielleicht einen Aufschrei hören. Nicht jeder mag Kartonmodelle.
Natürlich muss man solche Sets mögen, um sie auch im Tabletop einzusetzen.
Ich finde die Serie von Usborne hier sehr gelungen. Es gibt Bögen, die im HO Format gehalten sind, also sehr gut mit 1/72 Figuren kombiniert werden können.
Eine Grundbemerkung vorneweg. Die meisten Modelle bestehen aus Häusern, teilweise aus Papierfiguren – die jetzt allerdings nicht so prickelnd sind – teilweise Zubehör. Alles im hochwertigen Farbdruck auf stabilem Papier, das auch leicht zu bearbeiten ist. Man braucht nur eine handelsübliche Schere und Bastelkleber  - ich schwöre da immer noch auf den Pritt Klebstift, weil ich hier Klebestellen besser nachjustieren kann, es dennoch nach einer Zeit bombenfest hält und sich der Kleber auch nicht unschön auf dem Papier durchdrücken kann.
Auch die Grundplatte, ebenfalls aus leichtem Karton, wird mit dem Modell mitgeliefert. Auf dieser kann ich dann die Häuser entsprechend befestigen.
Beginnen wir doch mal mit der Antike.
Hier gibt es zunächst das Trojanische Pferd. Ein wirklich schönes Modell.


Das Modell ist 33 cm hoch und 67 cm lang. Somit kann man es sogar für 28 mm Figuren verwenden.
Wie man sehen kann steht das Modell auf einem Podest mit Rädern, und es hat einen verschließbaren Innenraum, wo sich die Griechen dann auch verstecken können.
Wie es sich gehört.
Das nächste Modell ist ein griechischer Tempel.


Der Tempel hat eine Grundfläche von 30 x 47 cm. Also auch schon ein richtiger Trümmer. Das Modell besitze ich jetzt nicht. Kann also nicht sagen, wie sich die Rundsäulen verarbeiten lassen. Für versierte Bastler sicherlich kein Problem. Toll finde ich halt die Möglichkeit, dass man das Dach separat aufsetzen kann, so dass das Innere bespielbar wird. Ein Muss für jeden, der Abenteuer der klassischen griechischen Sagen nachspielen möchte.
(Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass es auch in der gleichen Reihe einen ägyptischen und einen Maya/Azteken Tempel gab. Die kann man hin- und wieder auch über Amazon beziehen. Titel: Make this model lost temple. Make this egyptian temple).
Ein weiteres Modell, das aber eher als Anschauungsobjekt, weniger als Spielmodell dienen kann, ist das römische Amphitheater.


Es hat einen Durchmesser von 52 cm und ist 11 cm hoch. Damit passt es maßstäblich eher zu Miniaturen, die kleiner als der Maßstab 1/72 sind. Die  Ränge sind hier auch nicht in Stufen ausgeformt, sondern sind plan. En nettes Modell, für unsere Zwecke aber im Grunde nicht brauchbar.
Es sei denn, man will so etwas an den Rand eines Spielfeldes stellen.
Der Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt. Was bestimmt sehr gut aussehen würde,  wäre das Bestücken des Models mit entsprechenden Sonnensegeln, so dass die planen Zuschauerränge gar nicht mehr wirklich sichtbar wären. Die Außenmauern würden aber entsprechend wirken.
Ein sehr schönes Modell ist die römische Villa.


Das Modell zeigt eine klassische römische Landvilla, wie sie im Grunde in allen Teile des Reiches zu finden war. Die Grundplatte des Modells ist 60 x 46 cm. Neben den Hauptgebäuden der Villa sind auch Wirtschaftsgebäude, Mauern und Gärten dargestellt.
Die Mauern wirken natürlich sehr flach. Das ist jetzt Geschmackssache, ob man die Villa so bauen will oder nicht. Für das Tabletop bietet es sich an nur die Gebäude zu verwenden und die Mauern selbst herzustellen.
So kombiniert wird auch der Eindruck eines Papiermodels gebrochen und man kann sich eine sehr schöne Szenerie schaffen.
Das Modell ist auch ausreichend groß. So misst die Hauswand der Villa – ohne Dach – 7,5 cm vom Boden bis zum Beginn des Daches. Für 1/72 also ideal.
Beim nächsten Modell handelt es sich um ein römisches Fort.


Auch dieses Modell hat eine Grundfläche von 61 x 46 cm. Maßstäblich am besten passt es nach meiner Meinung zu 15 mm Modellen, auch wenn hier HO angegeben ist.
Zwei Zahlen: Die Höhe der normalen Außenwand des Forts beträgt 4 cm, das entsprechende Tor ist sogar 6 cm hoch.
Ich denke hier können auch Figuren zwischen 15 und 22 mm eingesetzt werden. Je nachdem, was man mit dem Bausatz zu tun beabsichtigt.
Und weiter geht es durch die Epochen und wir kommen zu meinem ganz persönlichen all time favorite.
Der Wikingersiedlung.


Auch hier eine Grundfläche von 61 x 48 cm. 16 Häuser, zwei Wikinger Handelsschiffe.
Diese Häuser passen ideal zum 1/72 Maßstab. Ich habe mal ein paar Bilder angegangen.
Für dieses Set meine absolute Kaufempfehlung, weil es nicht nur für das Dark Age,  sondern auch für Spätrom und die Völkerwanderung bis hin zum Mittelalter nutzbar ist.
Ich liebe dieses Buch.
Anbei seht Ihr ein paar Bilder der Gebäude auf einer meiner Spielplatten. Die habe ich einfach mal draufgestellt, ohne sie besonders zur arrangieren. Wenn ihr die auf einzelne Bodenplatten mit entsprechenden Zäunen oder Mauern packt, sehen die sogar richtig gut aus.










Von hier geht es jetzt ins Mittelalter.
An dieser Stelle sind zunächst 4 Bausätze zu nennen.

Kathedrale


Mittelalterliche Stadt



Mittelalterliches Dorf

Mittelalterliche Burg



Das Geniale an diesen Bastelbögen.
Sie können alle vier miteinander kombiniert werden. Was dann dieses Bild hier ergibt.


Ich hatte schon immer mal vor diese Modelle zu bauen – ich habe sie alle zu Hause – und eine Spielplatte daraus zu machen. Immerhin misst jedes Modell die typischen 61 x 48 cm. Das heißt wiederum, man bekommt eine Platte mit einer Grundfläche von 122 x 96. Das macht schon richtig was her.
Auf dieser Platte dann mit 18 mm oder auch 1/72 Modellen ein Robin Hood Szenario spielen. Weltklasse !!!!
Ich werde da wohl nicht zu kommen; und so wirklich weiß ich auch nicht, wo ich jetzt noch vier Module 61 x 48 cm mit den entsprechenden Aufbauten lagern soll.
Aber eines ist mal sicher. Wenn irgendeiner meiner Leser diese Idee mal umsetzt ….
ich bin zu einem Testspiel bereit.
Zu den Grundmaßen habe ich ja schon etwas gesagt. Noch ein paar Einzelmaße. Die vier Ecktürme der normannischen Burg messen jeweils 20,5 cm in der Höhe.
Der Spitzgiebel des Herrschaftshauses im Teil mittelalterliches Dorf misst 9,5 cm in der Höhe.
Das zentrale Steinhaus im Set mittelalterliche Stadt hat auch eine Giebelhöhe von 9 cm.
Na und wie sollte es anders sein. Die Kathedrale hat sogar eine Höhe von 25 cm.
Ein wirklich beeindruckendes Modell.
Für das Mittelalter gibt es dann noch drei weitere Bausätze.
Da gibt es dann noch ein weiteres Schloss, aber eher im Look der Loire Schlösser des 14. Jahrhunderts.



Grundmaße hier sind 59 x 46 cm. Der höchste Turm ist 22 cm hoch.
Auch dieses Schloss kann mit 1/72 Figuren kombiniert werden.
Als nächstes kommt eine der berühmtesten, eigentlich DIE berühmteste, Kreuzfahrerburg.
Der Krak des Chevaliers.

Auch dieses Modell hat die Grundmaße von 59 x 46 cm und hat eine Höhe von 11 cm.
An diesen Maßen erkennt man allerdings, dass es sich hier um ein reines Aufstellmodell handelt. Es ist für die gängigen Tabletopmaßstäbe zu klein.
Es sei denn, man nutzt es für den Maßstab 10 mm oder kleiner. Gerade im 10 mm Maßstab gibt es nette Miniaturen z.B. von  Pendraken, Kallistra, Magister Militum und anderen.
Ein weiteres Mittelalter Modell, das sich aber zur Zeit nicht mehr im Katalog befindet, ist der mittelalterliche Hafen.


Das Modell kenne ich persönlich leider nicht. Es ist aber laut Herstellerangaben auch kompatibel zum HO Standard.
Ein weiteres Muss für Fans wie mich, ist natürlich das Westernfort.


Fort inkl. Indianertipis. Das Fort hat eine Grundfläche von 46 x 59 cm. Also ein richtiges Brett.
Na und jetzt seid doch mal ehrlich. Das ist doch wirklich so, wie man sich ein Fort vorstellt.

Wir singen …

        Around her hair she wore a yellow ribbon
        She wore it in the springtime
        In the merry month of May
        And if you ask her why the heck she wore it
        She wore it for her soldier who was far far away

            Far away, far away
            She wore it for her soldier
            Who was far, far away

        Around the block she pushed a baby carriage
        She pushed it in the springtime
        In the Merry month of May
        And if you ask her why the heck she pushed it
        She pushed it for her soldier who was far far away

            Far away, far away
            She pushed it for her soldier
            Who was far, far away

        Behind the door her daddy kept a shotgun
        He kept it in the springtime
        In the merry month of May
        And if you ask him why the heck he kept it
        He kept it for her soldier who was far far away

            Far away, far away
            He kept it for her soldier
            Who was far, far away

        On the grave she laid the pretty flowers
        She laid them in the springtime
        In the merry month of May
        And if you asked her why the heck she laid them
        She laid them for her soldier who was far far away

            Far away, far away
            She laid them for her soldier
            Who was far, far away


(Youtube Video)


Nachdem wir jetzt happy sind und ausgesungen haben – na der Text ist doch wirklich der Brüller. Da wartet der Dad der Geschwängerten mit der Schrotflinte auf den Soldaten, herrlich; ok der Schluss ist halt traurig, aber es ist ja auch ein Soldatenlied -,  muss ich jetzt endlich auf die Preise eingehen.
Alle diese Bände gibt es  Ta-Ta-Ta-Ta,

zwischen 5,99 bzw. 7,99 englischen Pfund.
Hammerpreise.
In Deutschland bekommt man sie bei Amazon so zwischen 8 und 11 Euro.
Einfach “make this” und “usborne” als Suchbegriff eingeben, und schon habt Ihr sie.
Zur Zeit sind die Medieval Town und der Medieval Port leider vergriffen. Teilweise bekommt man die Bücher noch zu den normalen Kursen. Dann unbedingt zuschlagen. Manchmal werden sie auch zu horrenden Preisen angeboten.
Ich finde es zum Beispiel extrem lustig, dass ich zu Hause einen noch nicht angerührten Bastelbogen liegen habe, der angeblich 193,14 € Wert sein soll (aktuell bei Amazon). Ich habe mich gekrümmt vor Lachen.
Nur als Tipp. Die Bücher werden seit Jahren immer wieder neu aufgelegt. Da würde ich never, never, never Sammlerpreise zahlen.
Nehmt das, was da ist, oder wartet etwas. Die kommen wieder.
Ihr seht aber an der Preisstellung, dass es sich bei diesen Büchern um richtige Preisbrecher handelt. Es gibt im Internet bzw. im Modellbau sehr viele Papierbastelbögen. Die sind in dieser Qualität aber im Normalfall deutlich teurer.
Hinzu kommt noch, dass für einen solchen Preis oftmals auch nur PDFs verkauft werden. Papier und Druckertinte muss man dann ja auch noch auf die Ausgabenliste mit draufsetzen.
Man könnte jetzt auch noch erwähnen, dass es Schreiberbögen gibt, die teilweise günstiger sind. Die sind aber wirklich nicht so wertig, wie diese Usborne Sachen.
Also Leute schlagt zu, wenn Ihr Euch Szenarien mit diesen Modellen vorstellen könnt.
Auch wenn es jetzt nicht unbedingt hier reingehört, sollte man auch noch auf das Haunted House von Usborne verweisen, das aus der gleichen Serie stammt.


Die Grundfläche beträgt hier 45 x 45 cm. Das Modell ist 26 cm hoch. Man könnte es, um beim Tabletop zu bleiben, durchaus für Horror oder Gruselszenarien heranziehen.
Zum Abschluss möchte ich dann noch auf zwei Bücher eines anderen Herstellers verweisen.
Es handelt sich um die Cut&Assemble Reihe von Dover Publication. Diese passen auch ideal zum 1/72 Maßstab.
Da gibt es zwei überragende Sets.
Zum einen die Westernstadt:


Hier gibt es zehn sehr schöne Häuser, und das Coverbild zeigt schon, wie genial diese Häuser sich mit normalen Modellbaumaterialien kombinieren lassen.
Zum anderen, die wunderschöne New England Stadt, die im Grunde für die komplette amerikanische Geschichte vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Bürgerkrieg verwendet werden kann.


Diese Sets kommen allerdings nicht wie Usborne mit einer Bodenplatte. Hier sind ”nur” die Häuser und eventuelles Zubehör zum kleben und basteln im Set enthalten.
Auch wieder für unsere Freunde aus der Gruselecke, die viktorianischen Gebäude aus der gleichen Serie.


Die hier vorgestellten Bücher von Dover Publication kann man auch über Amazon beziehen. Sie sind allerdings etwas teurer, als die Usborne Modelle.
So, das war es mit meinem Ausflug in die Welt der Bastelbögen.
Einen Teil der Modelle habe ich zu Hause; und ich kann sie für das schnelle Spiel nur empfehlen. Sie sind logischerweise leicht und somit locker zum Spieleabend mitzunehmen, allerdings nicht billig gemacht, sondern wirken sehr wertig.
Durchaus eine Bereicherung auf dem Spieltisch.
Na und wo bekommt man schon eine ganze Stadt für knapp 8,- Euro.
Sicherlich für den ein oder anderen von Euch eine günstige Alternative.

Eine Übersicht über die zu Zeit verfügbaren Modelle gibt es hier:

http://www.usborne.com/catalogue/series/1~54/cut-out-models.aspx

Was bleibt zu sagen.

Habt Spaß im neuen Modellbaujahr 2016.

Kommentare:

  1. Ich liebe diese Bastelbögen. Ich habe selbst eine ganze Menge, wenn auch nur wenige bisher zusammengebaut. Vielen Dank für diesen schönen Bericht. Gruß Frank

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  2. Ja. Ich kann mich nur wiederholen. Meine absolute Kaufempfehlung. Ich brauche doch ne größere Wohnung.😊☺
    Dann stelle ich sie doch mal auf.

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